Tier­schutz­ge­setz § 17

Mit Frei­heits­stra­fe bis zu drei Jah­ren oder mit Geld­stra­fe wird bestraft, wer

1. ein Wir­bel­tier ohne ver­nünf­ti­gen Grund tötet oder
2. einem Wirbeltier

a) aus Roh­heit erheb­li­che Schmer­zen oder Lei­den oder
b) län­ger anhal­ten­de oder sich wie­der­ho­len­de erheb­li­che Schmer­zen oder Lei­den zufügt.

(1) Das Jagd­recht ist die aus­schließ­li­che Befug­nis, auf einem bestimm­ten Gebiet wild­le­ben­de Tie­re, die dem Jagd­recht unter­lie­gen, (Wild) zu hegen, auf sie die Jagd aus­zu­üben und sie sich anzu­eig­nen. Mit dem Jagd­recht ist die Pflicht zur Hege verbunden.

(2) Die Hege hat zum Ziel die Erhal­tung eines den land­schaft­li­chen und lan­des­kul­tu­rel­len Ver­hält­nis­sen angepaß­ten arten­rei­chen und gesun­den Wild­be­stan­des sowie die Pfle­ge und Siche­rung sei­ner Lebens­grund­la­gen; auf Grund ande­rer Vor­schrif­ten bestehen­de gleich­ar­ti­ge Ver­pflich­tun­gen blei­ben unbe­rührt. Die Hege muß so durch­ge­führt wer­den, daß Beein­träch­ti­gun­gen einer ord­nungs­ge­mä­ßen land‑, forst- und fische­rei­wirt­schaft­li­chen Nut­zung, ins­be­son­de­re Wild­schä­den, mög­lichst ver­mie­den werden.

(3) Bei der Aus­übung der Jagd sind die all­ge­mein aner­kann­ten Grund­sät­ze deut­scher Weid­ge­rech­tig­keit zu beachten.

(4) Die Jagd­aus­übung erstreckt sich auf das Auf­su­chen, Nach­stel­len, Erle­gen und Fan­gen von Wild.

(5) Das Recht zur Aneig­nung von Wild umfaßt auch die aus­schließ­li­che Befug­nis, kran­kes oder ver­en­de­tes Wild, Fall­wild und Abwurf­stan­gen sowie die Eier von Feder­wild sich anzueignen.

(6) Das Jagd­recht unter­liegt den Beschrän­kun­gen die­ses Geset­zes und der in sei­nem Rah­men ergan­ge­nen lan­des­recht­li­chen Vorschriften.

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